Montage sind was Schönes, aber nur dann, wenn man sie gemütlich angehen kann. Soeben habe ich meinen täglichen Lieblings-Newsletter aus dem Spam gefischt, die zweite Tasse Kaffee steht frisch gebraut vor mir, durch das Fenster kündigen die Sonnenstrahlen einen weiteren herrlichen Tag an und iTunes spielt die neue Buddha Bar… alles wunderbar. Die Pflicht ruft heute erst um 12:00 Uhr – Herrlich!
Beim Frühstücken heute Morgen ist mir wieder ein Artikel aus der Weltwoche in den Sinn gekommen. „Das grosse Sterben: 500 Millionen Schweizer Bienen erlagen im Winter einer geheimnisvollen Krankheit“.
Zu den gestreiften Summern habe ich ja eine spezielle Beziehung; Ich kann nicht mit ihnen, da allergisch auf die Biester, ich kann aber auch nicht ohne sie, da Honig zu meinen Grundnahrungsmittel gehört. Ganz abgesehen von all den weitern Nahrungsmitteln, welche durch ihre Bestäubungstätigkeit täglich auf meinem Teller landen! 20% bis 30% aller Bienen in der Schweiz haben den Winter nicht überlebt, in den USA gibt es Regionen, wo bis zu 70% der Populationen kollabierten. Bei der Ursache für das Massensterben sind die Forscher sich nicht einig: Luftverschmutzung, Infektionen, Pestizide, Bienenaids… Da aber gut ein Drittel unserer Nahrungsmittel von den summenden Naturahelfer abhängt wird es durch die Ertragsausfälle zu Milliardenschäden kommen. Und schon Einstein warnte: „Wenn die Bienen sterben, leben die Menschen noch vier Jahre.“ Interessante Berichterstattung, doch was kann dagegen unternommen werden? Der Schlusssatz lautet: „Die Motion des Nationalrates zur Förderung der Bienen in der Schweiz wurde kürzlich vom Ständerat angenommen.“ Hallo Persönlichkeit? Hallo Emotionen? Ein Text über die Schweizer Landwirtschaft und einen – in meinen Augen – Naturkatastrophen-ähnlichen Zustand und dann diese abgeloschene, kalte, Amtenbericht-ähnliche Schreibweise… Ist denn das ein Thema, über das man sich eigentlich gar keine Gedanken machen sollte?




Laur-ElleBETA.png)

No comments yet
Kommentar-Feed für diesen Beitrag