Diese ewig leidige Diskussion über die Krankenkassebeiträge, dabei könnte die Debatte mit einer Prise Kreativität ganz interessant ausarten! Neulich, an einem lauen Sommerabend auf einem Balkon, mit Blick ins Grüne und einer Flasche Chardonnay auf dem Tisch, kam die Forderung auf, bei den Singles eine höhere Prämie einzukassieren!
Wenn man schon daran ist, dicke Menschen höher zur Kasse bitten zu wollen (gälled Sie Frau Humbel-Näf), dann also bitte auch die Raucher. Und natürlich die Alkoholiker, oder gleich alle, die mehr als ein Glas Wein pro Tag trinken. Und weil es nun so schön zur Diskriminierung passt und sich doch noch die einen oder anderen Argumente an den Haaren herbei ziehen lassen, dann könnte man auch noch die Singles höher besteuern! Da wäre mal das erhöhte Ansteckungsrisiko diverser Geschlechtskrankheiten bis hin zum Mundhöhlenkrebs (zum nachlesen) aufgrund der öfters wechselnden Sexualpartner. Ach, und wenn wir schon mal bei diesem Punkt angelangt wären, dann könnte man ja noch unterscheiden zwischen heterosexuellen und homosexuellen Orientierungen, wobei die zweite Kategorie gleich nochmals zu Kasse gebeten werden könnte, denn diese haben ja noch ein viel blühenderes und oftmals abwechslungsreicheres (partnerbezogen) Sexleben als die Heteros!
Soviel zum Thema Krankenkasse – nein, ich war nicht für die Einheitskasse – aber dass der ganze Bürokratenapparat so nicht optimal funktionsfähig ist, zeigt ja wohl die ewig anhaltende Diskussion betreffend Prämien und die wirtschafts-politisch äusserst kreativen Inputs zur Optimierung des Systems seitens unserer – stets um die Gerechtigkeit besorgten – Politiker und Politikerinnen! Wie hoch meine Prämie in 20 Jahren wohl ausfallen wird?




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2 comments
Comments feed for this article
Mai 23, 2007 um 9:03
lupe
warum heisst es wohl “krankenkassen”. weil wir das system so verkommen liessen, dass wir nun die prämien den “kranken kassen” zukommen lassen müssen.
Juni 6, 2007 um 6:13
Ordnungspolitischer Blog » Blog Archive » Risikoabhängige Krankenkassenprämien: Kopf hoch, Ruth Humbel!
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