You are currently browsing the category archive for the 'Pressespiegel' category.

Diese ewig leidige Diskussion über die Krankenkassebeiträge, dabei könnte die Debatte mit einer Prise Kreativität ganz interessant ausarten! Neulich, an einem lauen Sommerabend auf einem Balkon, mit Blick ins Grüne und einer Flasche Chardonnay auf dem Tisch, kam die Forderung auf, bei den Singles eine höhere Prämie einzukassieren!

Wenn man schon daran ist, dicke Menschen höher zur Kasse bitten zu wollen (gälled Sie Frau Humbel-Näf), dann also bitte auch die Raucher. Und natürlich die Alkoholiker, oder gleich alle, die mehr als ein Glas Wein pro Tag trinken. Und weil es nun so schön zur Diskriminierung passt und sich doch noch die einen oder anderen Argumente an den Haaren herbei ziehen lassen, dann könnte man auch noch die Singles höher besteuern! Da wäre mal das erhöhte Ansteckungsrisiko diverser Geschlechtskrankheiten bis hin zum Mundhöhlenkrebs (zum nachlesen) aufgrund der öfters wechselnden Sexualpartner. Ach, und wenn wir schon mal bei diesem Punkt angelangt wären, dann könnte man ja noch unterscheiden zwischen heterosexuellen und homosexuellen Orientierungen, wobei die zweite Kategorie gleich nochmals zu Kasse gebeten werden könnte, denn  diese haben ja noch ein viel blühenderes und oftmals abwechslungsreicheres (partnerbezogen) Sexleben als die Heteros!

Soviel zum Thema Krankenkasse – nein, ich war nicht für die Einheitskasse – aber dass der ganze Bürokratenapparat so nicht optimal funktionsfähig ist, zeigt ja wohl die ewig anhaltende Diskussion betreffend Prämien und die wirtschafts-politisch äusserst kreativen Inputs zur Optimierung des Systems seitens unserer – stets um die Gerechtigkeit besorgten – Politiker und Politikerinnen! Wie hoch meine Prämie in 20 Jahren wohl ausfallen wird?  

Montage sind was Schönes, aber nur dann, wenn man sie gemütlich angehen kann. Soeben habe ich meinen täglichen Lieblings-Newsletter aus dem Spam gefischt, die zweite Tasse Kaffee steht frisch gebraut vor mir, durch das Fenster kündigen die Sonnenstrahlen einen weiteren herrlichen Tag an und iTunes spielt die neue Buddha Bar… alles wunderbar. Die Pflicht ruft heute erst um 12:00 Uhr – Herrlich! 

Beim Frühstücken heute Morgen ist mir wieder ein Artikel aus der Weltwoche in den Sinn gekommen. „Das grosse Sterben: 500 Millionen Schweizer Bienen erlagen im Winter einer geheimnisvollen Krankheit“.
Zu den gestreiften Summern habe ich ja eine spezielle Beziehung; Ich kann nicht mit ihnen, da allergisch auf die Biester, ich kann aber auch nicht ohne sie, da Honig zu meinen Grundnahrungsmittel gehört. Ganz abgesehen von all den weitern Nahrungsmitteln, welche durch ihre Bestäubungstätigkeit täglich auf meinem Teller landen! 20% bis 30% aller Bienen in der Schweiz haben den Winter nicht überlebt, in den USA gibt es Regionen, wo bis zu 70% der Populationen kollabierten. Bei der Ursache für das Massensterben sind die Forscher sich nicht einig: Luftverschmutzung, Infektionen, Pestizide, Bienenaids… Da aber gut ein Drittel unserer Nahrungsmittel von den summenden Naturahelfer abhängt wird es durch die Ertragsausfälle zu Milliardenschäden kommen. Und schon Einstein warnte: „Wenn die Bienen sterben, leben die Menschen noch vier Jahre.“ Interessante Berichterstattung, doch was kann dagegen unternommen werden? Der Schlusssatz lautet: „Die Motion des Nationalrates zur Förderung der Bienen in der Schweiz wurde kürzlich vom Ständerat angenommen.“ Hallo Persönlichkeit? Hallo Emotionen? Ein Text über die Schweizer Landwirtschaft und einen – in meinen Augen – Naturkatastrophen-ähnlichen Zustand und dann diese abgeloschene, kalte, Amtenbericht-ähnliche Schreibweise… Ist denn das ein Thema, über das man sich eigentlich gar keine Gedanken machen sollte?

…das sind wir, wir Schweizer! DOK brachte heute Abend eine mässig spannende Reportage über das Sexleben von Herr und Frau Schweizer. Dass der einstündige Beitrag nicht wirklich mitreissend war, liegt aber an uns, denn unsere Bettgeschichten sind nicht gerade das, was man fesselnd und aufregend nennen würde! Um uns herum passiert mehr Sex als mit unser selbst. Denn „so viel tollen Sex gibt es nicht, wie uns tagtäglich um die Augen geschlagen wird“. Schade eigentlich! An was das wohl liegen mag? Vielleicht daran, dass der Single-Zustand als Notzustand deklariert wird (was ich keinesfalls unterschreiben würde) oder damit, dass Mann zu 99% selbst Hand anlegt, da ihm der partnerschaftliche Sex nicht ausreicht. Wieso wollen Männer öfters Sex als Frauen? Wieso gehen Männer dreimal mehr fremd als Frauen? Ist der Sex für die Frau einfach nicht so wichtig? …das kann ich mir kaum vorstellen! Vielmehr denke ich, dass Frau lieber keinen als schlechten Sex hat. Und ich würde sogar soweit gehen, zu behaupten, dass die Frauen im Bezug auf Sex anspruchsvoller sind. Was sich wiederum damit erklären lässt, dass sich Sex bei den Frauen zu einem grossen Teil im Kopf abspielt. Der 30-jährige Martin bringt es auf den Punkt: Während eines Nati-Spiels Sex zu haben: No Problem! Während einer Folge Desperate Housewives: No Chance!

Ja, auch ich muss jetzt noch einen Kommentar zum neuen Bond geben!

Den Film fand ich ja klasse, war total begeistert vom neuen Agenten und der ganzen Aufmachung der Story. Doch dann folgten all die Gespräche mit Freunden, welche mir erklärten, wieviele gravierende Fehler der Film hat und was sonst noch alles nicht Bond-like ist. Nagut, meine Ansprüche an Hollywood-Streifen sind relativ gering und so war ich immer noch hell begeistert von Casino Royale. Doch, als ich heute Abend den Kommentar von Binswanger im Magazin lass, kamen mir doch langsam die Zweifel… Kommt bald das 007-Outing? Die einzige Nackt-Szene mit Bond ist die Foltersitzung, wobei der Verdacht auf eine lustvolle Maltretierung, oder eben schwulen Sadomaso-Sex, nicht weit her geholt ist. Wo bleibt da der Frauenheld? Bei Murino war Kaviar und Champagner der einzige (sexuelle) Höhepunkt und die angedeutete Honeymoon-Zweisamkeit mit Green passt eigentlich auch nicht zu James, dem Frauenhelden… Ist er einfach etwas sanfter geworden, so wie die Männer heute sanfter und sensibler geworden sind?(!) Oder haben Binswanger und andere Kritiker womöglich recht mit der Behauptung, wir hätten keinen richtigen Bond mehr? Okay, weniger testosteron-getriebene Quickies, weniger Macho-Sprüche dafür mehr Herz-Schmerz (Green im Lift)… Ach was solls, ich finde den neuen Bond-Streifen immer noch toll!

Sonntagmorgen, auf dem Weg zur Suche meines inneren Gleichgewichts, brachte mich ein Artikel des Magazins ganz schön zum schmunzeln. „Die Schweigende Mehrheit“ von Guido Mingels. Ein Portrait von Schweizern verschiedenen Alters im Bezug auf ihre Stimmfreudigkeit. Da gibt es zum Beispiel Annina, 25, Kindergärtnerin und Studentin an der HGK. „Warum stimmen Sie nicht ab?“ – „[...] Ich weiss zu wenig über Politik.“ – „Sie könnten sich informieren.“ – „Dazu fehlt mir die Zeit. Mein Studium ist anstrengend“. Oder auch ganz schön: „Das müssten die Politiker einmal verstehen, dass wir Jungen besser ansprechen auf die, die in der heutigen Zeit leben. So wie Paris Hilton zum Beispiel. Wenn über Paris Hilton etwas in ‘20 Minuten’ steht, lese ich das. Wenn ich Blocher sehe, blättere ich weiter.“ Und eine Zeitung zu abonnieren, ist mir zu teuer.“ Oder Katharina, 94, Rentnerin, der typische Zwiespalt: „Ich denke immer, stimme ich NEIN, mach ichs der einen Seite nicht recht, und stimme ich JA, macht der andere Zweiter.“ Aber das absolute Highlight des Artikels ist das Interview mit Fikret, 32, Filialleiter: „Es fängt bei der Abstimmungsbroschüre an: Recyclingpapier! Keine Bilder, nichts, alles voll Text. So ein Scheiss! Sieht einfach total unprofessionell aus.“ Oder: „Und dann die Sprache. Ein ganz anderes Deutsch, so spricht kein Mensch. Da kommt zum Beispiel, sagen wir, das Wort ‘dekadent’ vor. Das Wort sehe ich oft, und jedes Mal denke ich, so ein Scheiss-Wort.“ Herrlich! Diese wunderbare und unbeschwerte Leichtigkeit mit welcher über ein Schweizer Recht mit sehr speziellem Charakter gesprochen wird! Was wird sich wohl der engagierte und interessierte Stimmbeteiligte bei diesem Interview gedacht haben? Ich musste schmunzeln, weil mich die Meinungen der Befragten amüsierten und weil ich mein Abstimmungsrecht nicht 100% konsequent ausübe (will heissen ich stimme in 8 von 10 Fällen). Und wie ist es wohl, wenn man im Ausweis nur das C anstatt das CH stehen hat, sich aber für die Schweiz und ihre politischen Entscheide interessiert, sich vielleicht sogar in einem kleinen Rahmen engagiert und dann sehen muss, wie andere Leute dem Recht dermassen gleichgültig entgegentreten? Ich will hier keine Revolution starten, jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung, doch Abstimmen und Wählen finde ich eigentlich eine interessante Sache. Bestimmt nicht jede Vorlage. Ich weiss nicht ob ich den im Magazin beschriebenen Stimmzwang (wie Schaffhausen ihn hat) unterstützen würde, denn ich denke nicht, dass sich die Eidgenossen dann mehr mit der Politik auseinander setzen würden. Wer weiss, vielleicht ist das Paris Hilton Konzept gar nicht mal so übel, im Showbiz wie in der Politik gilt es Massen zu begeistern, und das hat die Gute ja eindeutig im Griff! Wie wär’s also mit einer kleinen Nachhilfe-Lektion bei den Hiltons, Mme. Calmy-Rey? Und Herr Blocher, wenn Sie dann bitte dafür sorgen würden, dass die Abstimmungunterlagen in Zukunft ein wenig popiger, sprich professioneller mir mehr Bilder und weniger sowie ‘deutscherem’ Text gestaltet werden würden? ;-)

…ja das bin ich, und zwar auf die total überraschende Erwähnung dieses Blogs im heute! Da steht nämlich:

Akademikerinnen und die Liebe
Die Welt von Laurelle ist gross und kunterbunt. Was sie liest oder sieht, darüber wird augenblicklich geschrieben. Also auch über jenen Text von den Akademikerinnen und der Liebe.

Okay, der Titel für sich spricht eigentlich einen Post an, in dem ich mehr oder weniger nur zitiert habe… doch den Rest find ich eigentlich ganz schmeichelhaft und sowieso, in einer überregionalen Tageszeitung (wenn auch gratis) erwähnt zu werden ist schon noch lässig! MERCI!

heute_header.gif

Heute in der Sonntagszeitung auf Seite 99: Das macht Schule – Passende Teile für den Edel-Gymnasiasten im Frühling. Aha, okay, da wird also unterschieden zwischen einem herkömmlichen und einem edlen Gymnasiasten… was war ich wohl anno dazumal? Ich tippe mal auf „normal“, denn weder ich noch meine Mitschüler trugen eine Kombination von Lacoste-Sneakers für 119 CHF, einen Hut von Costume National für 279 CHF oder ein Polo-Pulli für 249 CHF. Klar haben nicht alle den Secondhand-Trend mit den kultigen Trainer-Jäckchen mitgemacht, doch irgendwie bin ich echt froh eine Schule besucht zu haben, bei der die Grieder-Uniform nicht zur Grundausstattung gehörte. Ich habe absolut nichts gegen (Edel-)Marken, doch gerade solche Zeitungsartikel und das Wissen, welch psychologische Zwänge Marken beim Teenager auslösen können, bringen mich zur absoluten Befürwortung von Schuluniformen! Und ganz ehrlich, sehen solche Entwürfe (von Tanja Klein) nicht cool aus?

schuluniform.jpg

Ps. Kleiner Tipp für morgen Montag abend: SF2 20.45 Tarantinos CSI-Doppelfolge „Grabstille“!

Als ich heute Morgen beim Frühstück die SonntagsZeitung aufschlug und die Headline der Titelstory im Trend-Teil gelesen habe, wurde mir fast die Lust auf mein geliebtes „Zopf-mit-Honig-und-Kaffee-Frühstück“ verdorben:
„Poppen wie Shoppen – Sex als Konsumgut: Teenager treiben es immer früher und erschreckend unaufgeklärt.“
Der Inhalt des Artikels ist zweifelsfrei besorniserregend, aber auf das möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen. Vielmehr habe ich mich über den Sprachgebrauch geärgert.
„Poppen“?
„es treiben“?
Ich hatte nie das Gefühl prüde zu sein, und auch die moderne Sprache liegt mir besser, aber das Niveau dieser Ausdrücke ist mir einfach zu tief! Eventuell liegt es aber auch daran, dass ich solche Worte nicht in einer SonntagsZeitung erwarte. Klar, die SonntagsZeitung ist nicht das höchste literarische Werk der deutsch-schweizer Sonntagspresse, aber hätte man nicht einfach schreiben können: „Teenager schlafen immer früher und erschreckend unaufgeklärt miteinander.“ oder „Teenager wollen immer früher Sex haben“? Ich weiss, die Kreativität meiner Vorschläge hält sich ziemlich stark in Grenzen, und das „Poppen“ reimt sich auch so schön auf „Shoppen“, aber dennoch; linguistisch schön ist der Titel nicht. Und braucht es solche Worte um das Interesse der Leser zu wecken? Ich für meinen Teil wollte ja nicht wissen wie oft „es“ die Teenager miteinander „treiben“ sondern vielmehr wie unaufgeklärt sie wirklich sind. Nachdem ich die Untersuchungsergebnisse gelesen hatte, habe ich für mich entschieden, dass falls ich jemals eine Tochter bekommen werde, ich das Mädchen im Kindergarten bereits aufklären werde sowie ihm bis 16 jeglichen Ausgang sowie Männerbekanntschaften unterbieten muss! Schliesslich will man nach 12 Jahren Mutterschaft noch keine Oma werden!

Kreuzworträtsel sind eine tolle Sache, vor allem die im 20min! Diese eignen sich perfekt um 10-minütige Pausen einzulegen (für die Sudokus brauche ich jeweils länger). Doch war ich diese Woche ein wenig irritiert über das eine Lösungswort: SWISSCOM.
Dürfen die das?
Ich meine die vom Kreuzworträtsel-Service bei 20min… ist das reine Einfallslosigkeit des Verfassers oder hat die SWISSCOM etwa dafür bezahlt? Das würde doch dann an Schleichwerbung grenzen… nicht?
Das 20min hat alleine in Zürich 435′000 Leser. Nehmen wir mal an, 30% davon lösst das Kreuzworträstel (=130′500) und nehmen wir weiter an, 50% schafft es bis zum Lösungswort (=65′250). Somit haben rund sechzigtausend Leser einige Minuten an dem Lösungswort SWISSCOM herum geknobelt und unmittelbar nach dessem Erhalt sorgten deren Synapsen dafür, dass die sich in Gedächtnis gespeicherten Informationen über diese Marke/Unternehmung abgerufen werden und eh voilà; Das Marketing hat perfekt funktioniert! Obwohl ich ja eigentlich ein Fan bin von ausgeklügelten Marketingstrategien, das „Kreuzworträtsel-Lösungswort-Advertisement“ hat mich nicht wirklich überzeugt.
Lieber 20min-Kreuzworträtsel-Tüfftler, bitte bleib doch bei den objektiven Lösungswörtern und lass das mit den Namen sein!