Diese ewig leidige Diskussion über die Krankenkassebeiträge, dabei könnte die Debatte mit einer Prise Kreativität ganz interessant ausarten! Neulich, an einem lauen Sommerabend auf einem Balkon, mit Blick ins Grüne und einer Flasche Chardonnay auf dem Tisch, kam die Forderung auf, bei den Singles eine höhere Prämie einzukassieren!

Wenn man schon daran ist, dicke Menschen höher zur Kasse bitten zu wollen (gälled Sie Frau Humbel-Näf), dann also bitte auch die Raucher. Und natürlich die Alkoholiker, oder gleich alle, die mehr als ein Glas Wein pro Tag trinken. Und weil es nun so schön zur Diskriminierung passt und sich doch noch die einen oder anderen Argumente an den Haaren herbei ziehen lassen, dann könnte man auch noch die Singles höher besteuern! Da wäre mal das erhöhte Ansteckungsrisiko diverser Geschlechtskrankheiten bis hin zum Mundhöhlenkrebs (zum nachlesen) aufgrund der öfters wechselnden Sexualpartner. Ach, und wenn wir schon mal bei diesem Punkt angelangt wären, dann könnte man ja noch unterscheiden zwischen heterosexuellen und homosexuellen Orientierungen, wobei die zweite Kategorie gleich nochmals zu Kasse gebeten werden könnte, denn  diese haben ja noch ein viel blühenderes und oftmals abwechslungsreicheres (partnerbezogen) Sexleben als die Heteros!

Soviel zum Thema Krankenkasse – nein, ich war nicht für die Einheitskasse – aber dass der ganze Bürokratenapparat so nicht optimal funktionsfähig ist, zeigt ja wohl die ewig anhaltende Diskussion betreffend Prämien und die wirtschafts-politisch äusserst kreativen Inputs zur Optimierung des Systems seitens unserer – stets um die Gerechtigkeit besorgten – Politiker und Politikerinnen! Wie hoch meine Prämie in 20 Jahren wohl ausfallen wird?  

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Ich bin upgedated und wieder aktiv am scrobblen bei last.fm, falls es jemanden denn interessiert… und dadurch ist mein Moleküle-Feed auch wieder aktiv! Und *ui wie läss* jetzt sogar mit iTunes, Skype und bald Facebook :-) (jaja ich weiss, jeden Mist mitmachen und dann noch miteinander verlinken; web2.0-addicted)

Ps: Natürlich würde ich mich freuen, wenn sich der Eine oder Andere von Euch über last.fm outen würde!

Über die Situation, mit der ich mich zurzeit auseinander setzen muss, würde sich Soziologen und Philosophen die Hände reiben, weil dazu bestimmt schon ganz viele anspruchsvolle Schriftwerke verfasst wurden!

Also, folgende Situation: Ich habe mein WG-Zimmer gekündet, weil es mich beruflich einmal mehr in eine andere Stadt verschlägt. Da ich ein kleines Organisations-Talent bin, habe ich natürlich an alles gedacht und innert Frist auf einen vertraglich festgelegten Termin gekündet. Sprich, ich bin gesetzlich NICHT für die Suche nach einem Nachmieter verantwortlich. Ich müsste mich also um gar nichts kümmern, rein theoretisch… So, und jetzt kommt der moralische Aspekt der Sache: Wenn die Verbleibenden bis zu meinem Auszug niemanden finden, müssen sie für meinen Mietanteil aufkommen. Und da ich zu einem nachmieter-technisch denkbar ungünstigen Zeitpunkt die Wohnung verlassen werde, bin ich nicht gerade optimistisch gestimmt, was die Suche betrifft. Tja, …die Stimmung war wohl schon mal besser ;-)

So werde ich also dem WG-Frieden zuliebe ein paar Inserate schalten, obwohl ich mir genau das mit der fristgerechten Kündigung ersparen wollte! Und einmal mehr siegte die Moral!

Montage sind was Schönes, aber nur dann, wenn man sie gemütlich angehen kann. Soeben habe ich meinen täglichen Lieblings-Newsletter aus dem Spam gefischt, die zweite Tasse Kaffee steht frisch gebraut vor mir, durch das Fenster kündigen die Sonnenstrahlen einen weiteren herrlichen Tag an und iTunes spielt die neue Buddha Bar… alles wunderbar. Die Pflicht ruft heute erst um 12:00 Uhr – Herrlich! 

Beim Frühstücken heute Morgen ist mir wieder ein Artikel aus der Weltwoche in den Sinn gekommen. „Das grosse Sterben: 500 Millionen Schweizer Bienen erlagen im Winter einer geheimnisvollen Krankheit“.
Zu den gestreiften Summern habe ich ja eine spezielle Beziehung; Ich kann nicht mit ihnen, da allergisch auf die Biester, ich kann aber auch nicht ohne sie, da Honig zu meinen Grundnahrungsmittel gehört. Ganz abgesehen von all den weitern Nahrungsmitteln, welche durch ihre Bestäubungstätigkeit täglich auf meinem Teller landen! 20% bis 30% aller Bienen in der Schweiz haben den Winter nicht überlebt, in den USA gibt es Regionen, wo bis zu 70% der Populationen kollabierten. Bei der Ursache für das Massensterben sind die Forscher sich nicht einig: Luftverschmutzung, Infektionen, Pestizide, Bienenaids… Da aber gut ein Drittel unserer Nahrungsmittel von den summenden Naturahelfer abhängt wird es durch die Ertragsausfälle zu Milliardenschäden kommen. Und schon Einstein warnte: „Wenn die Bienen sterben, leben die Menschen noch vier Jahre.“ Interessante Berichterstattung, doch was kann dagegen unternommen werden? Der Schlusssatz lautet: „Die Motion des Nationalrates zur Förderung der Bienen in der Schweiz wurde kürzlich vom Ständerat angenommen.“ Hallo Persönlichkeit? Hallo Emotionen? Ein Text über die Schweizer Landwirtschaft und einen – in meinen Augen – Naturkatastrophen-ähnlichen Zustand und dann diese abgeloschene, kalte, Amtenbericht-ähnliche Schreibweise… Ist denn das ein Thema, über das man sich eigentlich gar keine Gedanken machen sollte?

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…das sind wir, wir Schweizer! DOK brachte heute Abend eine mässig spannende Reportage über das Sexleben von Herr und Frau Schweizer. Dass der einstündige Beitrag nicht wirklich mitreissend war, liegt aber an uns, denn unsere Bettgeschichten sind nicht gerade das, was man fesselnd und aufregend nennen würde! Um uns herum passiert mehr Sex als mit unser selbst. Denn „so viel tollen Sex gibt es nicht, wie uns tagtäglich um die Augen geschlagen wird“. Schade eigentlich! An was das wohl liegen mag? Vielleicht daran, dass der Single-Zustand als Notzustand deklariert wird (was ich keinesfalls unterschreiben würde) oder damit, dass Mann zu 99% selbst Hand anlegt, da ihm der partnerschaftliche Sex nicht ausreicht. Wieso wollen Männer öfters Sex als Frauen? Wieso gehen Männer dreimal mehr fremd als Frauen? Ist der Sex für die Frau einfach nicht so wichtig? …das kann ich mir kaum vorstellen! Vielmehr denke ich, dass Frau lieber keinen als schlechten Sex hat. Und ich würde sogar soweit gehen, zu behaupten, dass die Frauen im Bezug auf Sex anspruchsvoller sind. Was sich wiederum damit erklären lässt, dass sich Sex bei den Frauen zu einem grossen Teil im Kopf abspielt. Der 30-jährige Martin bringt es auf den Punkt: Während eines Nati-Spiels Sex zu haben: No Problem! Während einer Folge Desperate Housewives: No Chance!

Die letzten zwei Wochen waren geprägt von Up’s and Down’s und das schlimmste dabei war, dass sie alle im Tagesrhythmus kamen. Das wirbelte mein inneres Ich ziemlich heftig durcheinander, nicht mal mein heiss geliebtes Vinyasa konnte die Berg- und Talfahrt ausgleichen, nur die Wochenenden schafften es, mich mittels Ablenkung auf die „normale“ Ebene zu bringen.

Nun ist es Sonntagabend und ich befinde mich wieder auf Reisen, mein Büro-Job in Zürich ist vorbei, ab morgen werde ich mich wieder der Wissenschaft widmen. Eigentlich schade… kopflose Arbeit hat halt eben doch seine Vorteile, auch wenn’s zum Teil ziemlich langweilig war. Dafür darf ich nun wieder ausschlafen!

Erlebt habe ich einiges in den letzten Tagen: Das Bollywood-Bankett mit unglaublich gutem Essen und preisgekrönter tänzerischen Unterhaltung. Die Zauberflöte, welche ich bis anhin bloss vom SF kannte. Die Abbruchparty eines meiner Lieblings-Restaurants, die einige Mitmenschen leicht aus dem Konzept brachte. Die erschreckenden Bilder in den Medien eines bekannten Gesichts, dessen Fall nun an die Öffentlichkeit getragen wird. Den Streit um ein Erbstück, das leider nicht in einem Testament festgehalten worden ist. Ein sehr negativer Entscheid per Briefpost, betreffend meiner Zukunftsplänen… etc.

Und dann war ich noch mit einer langjährigen Freundin und dem Mami meines Gottichinds feiern. Nach einigen Flaschen Bordeaux starteten wir die Spontanaktion. Die Kinder schliefen brav, der Ehemann war überredet und so fanden wir uns kurze Zeit später tanzend zwischen hundert anderen Partylöwen wieder. Es war unheimlich toll ihr zuzusehen, wie sie aus ihrem Alltag ausbrach! Ich fühlte mich 7 Jahre zurück versetzt! Es war wieder wie früher, bloss mit dem kleinen Unterschied, dass sie nun all den charmanten jungen Herren eine Absage erteilte :-) Wir waren uns so ähnlich, und gingen doch in total unterschiedliche Richtungen!

…oje, was ist bloss los mit mir? Bei Grey’s Anatomy muss ich weinen und Dr. Gregory House entpuppt sich von Folge zu Folge zu meinem Traummann!

Der Banker scheint gleichgültig zu sein… und ich unausgeglichen. Wenn ich morgen kein Date habe, bin ich definitv reif für meinen ersten Yoga-Retreat! Am besten auf Goa…

Freunde wo seid ihr? Ich brauche Ablenkung! …oder ist dies bloss das schwarze Montags-Tief?

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…habe ich bekämpft und bin heute Nachmittag mit meiner Digicam bewaffnet der Sonne (und der fiesen Bise) entgegen spaziert!

Ich sitze mit einer Maple-Macchiato-Kreation auf meinem Bett, auf MTV läuft endlich mal wieder Musik und Frau Roten schreibt im der aktuellen Ausgabe des Magazins einen Text, der rein inhaltlich aus meiner Feder stammen könnte „[…] ich werde unerträglich oft von wildfremden Männern aufgefordert, mal zu lächeln“. Danke Michèle, ich dachte immer, so was kann nur mir passieren!

Aber was ich eigentlich an dieser Stelle sagen wollte: Ich geniesse es, wieder zu Arbeiten! Jeden Morgen mit dem voll gestopften Tram in Richtung Büro, dann circa 8 Stunden einer einfachen, nicht sehr anspruchsvollen Arbeit nachgehen (das ist ein Ferien-Job!!!) und für das Präsentsein Ende Monat ein grosszügiges Sümmchen kassieren! Wunderbar! Und das Wochenende kann man so richtig geniessen, da gibt es keine Arbeiten die geschrieben, keine Präsentationen die gebastelt werden müssen und keine Prüfung auf die man sich vorbereiten muss! So kann man sich richtig weit aus dem Fenster lehnen. Am Freitag haben wir Flavor Flav’s Geburtstag gefeiert, das war so eine typische WG-Party mit einer 5qm Küche wo sich 20 Leute tummelten, die Mini-Pizzas im Ofen vor sich hin brutzelten, regelmässig frischer Daiquiri gemixt wurde und sich die Leute einfach nur gut amüsierten und man sich über vergangene oder noch bevorstehende Auslandaufenthalte unterhielt. Soweit ich dazu noch in der Lage war, würde ich sagen, dass meine spontan durchgeführte soziokulturelle Erhebung eine klare Tendenz anzeigte: Jung, sexy erfolgreich möchte in erster Linie die Welt kennen lernen, bevor das grosse Geld gemacht und die Karriereleiter in Angriff genommen wird – sofern sich das nicht beides vereinbaren lässt!

Und dann war plötzlich Samstag und das grosse Wan-Tan Essen stand uns bevor. Tonttu nahm Selina und mich unter ihre Fittiche und brachte uns die chinesische Kochkunst bei. Ein grosses Merci in dieser Stelle! Was dann folgte war ein richtig schöner Abend mit guten Freunden, ausgezeichnetem Essen, viel Wein, Singen, Lachen, Tanzen… und auf dem Weg zum Club haben Tonttu, Coco und ich wohl etwas zuviel rumgealbert, ja das gibt’s! Man merkt es daran, dass einem zwei Polizisten auf den Rücken klopfen und fragen „Ist bei Ihnen alles okay? Belästigt Sie dieser Mann?“. Oh my God, nach was das wohl ausgesehen hat???… Aber schön zu sehen, wie aufmerksam unser „Freund und Helfer“ ist!

Jetzt reicht’s mit Erzählen, ansonsten wird der Eintrag so lange, dass ihn niemand mehr in Angriff nimmt! Ich gehe jetzt die Sonne geniessen… alleine… denn irgendwas habe ich wohl falsch gemacht heute Morgen…